E-Mail an viele Empfänger senden, ohne dass sie sich sehen: Bcc richtig nutzen

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E-Mail an viele Empfänger senden, ohne dass sie sich sehen: Bcc richtig nutzen

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Du willst eine Mail an zehn, dreißig oder hundert Leute schicken, und keiner soll sehen, wer sonst noch im Verteiler steht. Dafür gibt es das Feld „Bcc“, deutsch Blindkopie. Es steckt in jedem Mailprogramm, ist aber oft versteckt. Wenn du es einmal eingeblendet hast, ist die Sache in einer Minute erledigt.

Hier zeige ich dir, wo du Bcc in Gmail, Outlook, Apple Mail und Thunderbird findest, was dabei schiefgehen kann und ab welchem Punkt ein Mailprogramm nicht mehr das richtige Werkzeug ist. Die Schritte stammen aus den Hilfeseiten der Hersteller, Stand ist Oktober 2026. Menüs ändern sich gelegentlich, wenn bei dir etwas anders heißt, hilft der Link zur Herstellerseite.

Was Bcc tut, in zwei Sätzen

Wer in der Zeile „An“ oder „Cc“ steht, ist für alle anderen Empfänger sichtbar. Adressen im Feld „Bcc“ bekommen die Mail auch, bleiben für die anderen aber unsichtbar.

Gmail beschreibt es so: Die Bcc-Empfänger sehen nicht die Adressen der anderen Bcc-Empfänger, und wer mit „Allen antworten“ reagiert, erreicht sie nicht. Ob der Empfänger selbst merkt, dass er in Bcc stand, hängt bei Empfängern außerhalb von Gmail vom Mailprogramm ab.

Gmail

  1. Öffne Gmail im Browser und klicke links oben auf „Schreiben“.
  2. Trage die Empfänger in das Feld „Bcc“ ein. Mehrere Adressen trennst du laut Gmail durch ein Komma.
  3. In die Zeile „An“ kannst du zum Beispiel deine eigene Adresse setzen.

Laut Gmail-Hilfe gibst du die Empfänger in die Felder „An“, „Cc“ und „Bcc“ ein. Wo das Feld „Bcc“ in deiner Ansicht steckt, zeigt dir das Schreibfenster. Quelle: Gmail-Hilfe: Nachrichten senden.

Outlook

Im neuen Outlook für Windows geht es so:

  1. Öffne eine neue Nachricht oder antworte auf eine.
  2. Wähle unter „Optionen“ den Punkt „Felder anzeigen“ und dort „Bcc anzeigen“.
  3. Trage die Namen oder Adressen in die Zeile „Bcc“ ein.

Das klassische Outlook hat eine eigene Anleitung auf derselben Microsoft-Seite, dort gibt es einen Reiter „Klassisches Outlook“. Welche Version du nutzt, erkennst du an der Hilfeseite „Welche Outlook-Version habe ich?“, die Microsoft dort verlinkt. Quelle: Microsoft: Bcc-Feld in Outlook für Windows.

Microsoft gibt dazu zwei Warnungen mit. Erstens kennzeichnen viele Junk-Filter Nachrichten mit Bcc als Spam, weil Spammer das Feld gern nutzen. Kündige den Empfängern die Mail deshalb vorher an. Zweitens begrenzen manche Mailanbieter die Zahl der Adressen pro Nachricht, bei hundert Adressen kann Schluss sein. Den genauen Grenzwert erfährst du bei deinem Anbieter.

Apple Mail auf dem Mac

  1. Öffne „Mail“ und schreibe eine neue Nachricht.
  2. Fehlt das Feld „Blindkopie“, klicke in der Symbolleiste des Nachrichtenfensters auf die Taste „Header-Felder“ und wähle „Adressfeld ‚Blindkopie‘“.
  3. Gib die Adressen im Feld „Blindkopie“ ein. Das Feld „An“ darfst du leer lassen.

Laut Apple steht dann bei den Empfängern in „An“ der Eintrag „Verborgene Empfänger“ statt der Adressen. Quelle: Apple: Mail-Benutzerhandbuch.

Thunderbird

Im Schreibfenster blendest du die Adressfelder „Kopie (CC)“ und „Blindkopie (BCC)“ über Schaltflächen oberhalb des Felds „An“ ein, so beschreibt es Mozilla. Dann trägst du die Adressen im Feld „Blindkopie“ ein. Auch die Kontakte-Seitenleiste, die du mit F9 öffnest, hat dafür eine Schaltfläche, ebenso das Kontextmenü eines Empfängers („Verschieben zu Blindkopie“). Quelle: Mozilla: Empfänger zu einer E-Mail hinzufügen.

Drei Fehler, die immer wieder passieren

  • Die Adressen landen versehentlich in „An“. Wirf vor dem Absenden einen Blick auf die Zeile. Ein offener Verteiler lässt sich nicht zurückholen.
  • Die Mail wird als Spam einsortiert. Microsoft weist darauf hin, dass Junk-Filter Bcc-Mails oft aussortieren. Schreib deshalb im Betreff und im Text klar, wer du bist und warum die Mail kommt, und kündige sie möglichst an.
  • Jemand antwortet an alle. Bei Bcc geht das nicht, die Antworten landen nur bei dir. Wenn die Leute sich austauschen sollen, brauchst du „An“ oder „Cc“, mit Wissen und Zustimmung der Beteiligten.

Warum Bcc auch rechtlich zählt

Wer externe Empfänger offen in „An“ oder „Cc“ setzt, gibt deren E-Mail-Adressen weiter. Das ist datenschutzrechtlich ein Thema: Das bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht hat schon 2013 wegen eines offenen E-Mail-Verteilers ein Bußgeld verhängt (LTO). Ob ein Vorfall gemeldet werden muss, hängt vom Risiko im Einzelfall ab, mehr dazu bei e-recht24. Das ist keine Rechtsberatung, sondern der Grund, warum ich bei fremden Adressen immer Bcc nehme.

Wann ein Newsletter-Dienst besser ist

Bcc ist gut für Einladungen, Vereinsrundschreiben oder eine Info an Eltern der Klasse. Für alles andere stößt es schnell an Grenzen. Ich würde auf ein Newsletter-Tool umsteigen, wenn:

  • du Werbung oder regelmäßige Rundmails schickst. Werbliche Mails brauchen eine Einwilligung, so regelt es § 7 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG). Und du musst sie belegen können.
  • sich Leute abmelden können sollen. Ein Bcc-Verteiler hat keinen Abmeldelink. Du pflegst die Liste von Hand, und eine vergessene Abmeldung ist schnell ein Ärgernis.
  • deine Liste wächst. Viele Mailanbieter begrenzen die Zahl der Adressen pro Nachricht, und große Bcc-Listen fallen schneller durch die Filter.
  • du wissen willst, wer die Mail gelesen hat. Das kann ein Mailprogramm nicht.

Wie ein sauberer Versand aussieht, steht in meinem Artikel zum Massenversand von E-Mails. Welche Dienste dafür taugen, vergleiche ich im E-Mail-Marketing-Vergleich, und wenn du erst einmal nichts ausgeben willst, schau bei den kostenlosen Autorespondern vorbei.

Häufige Fragen

Muss ich in „An“ etwas eintragen?

Bei Apple Mail darfst du das Feld laut Apple leer lassen. Bei anderen Programmen ist eine Adresse sicherer, am einfachsten deine eigene.

Sieht der Empfänger, dass er in Bcc stand?

Er sieht seine eigene Adresse, aber nicht die der anderen. Gmail weist darauf hin, dass Empfänger außerhalb von Gmail unter Umständen nicht erkennen, dass sie im Feld Bcc standen.

Wie viele Adressen passen in Bcc?

Das legt dein Mailanbieter fest. Frag bei ihm nach oder schau in die Hilfe, bevor du eine lange Liste auf einmal schickst.

Reicht Bcc für Werbung?

Nein. Bcc versteckt nur die Adressen, es ersetzt keine Einwilligung.

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