Keywords finden: So wählst du Suchbegriffe für deinen Blog

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Keywords finden: So wählst du Suchbegriffe für deinen Blog

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Du schreibst einen Artikel, steckst Stunden hinein, und danach liest ihn niemand. Oft liegt das nicht an der Qualität, sondern daran, dass keiner nach dem Thema sucht, so wie du es formuliert hast. Genau hier helfen Keywords: Du findest heraus, welche Wörter Menschen in die Suchmaschine tippen, und schreibst dazu den Text, der die Frage beantwortet.

Das klingt nach Fachchinesisch, ist aber ein Handwerk, das du an einem Nachmittag lernst. Du brauchst dafür keine teure Software. Alles Wichtige geht mit kostenlosen Werkzeugen von Google und deinem eigenen Kopf. Dieser Artikel ist für dich, wenn du einen Blog mit WordPress betreibst oder starten willst und wissen möchtest, worüber du schreiben sollst.

Kurz zur Quelle: Aussagen zu Google-Werkzeugen stammen aus den offiziellen Hilfeseiten von Google. Stand ist Oktober 2026. Konkrete Suchzahlen nenne ich bewusst nicht, denn sie ändern sich ständig und du kannst sie in wenigen Minuten selbst nachsehen.

Was ein Keyword eigentlich ist

Ein Keyword ist ein Suchbegriff, also das, was jemand in das Suchfeld tippt. Das können einzelne Wörter sein („Backup“) oder ganze Fragen („wie sichere ich meine WordPress-Seite“). Google nennt das in seinen Unterlagen „Suchanfrage“, in der Praxis sagen alle Keyword.

Wichtig ist die Absicht dahinter. Wer „WordPress Backup“ eintippt, will vielleicht ein Plugin, vielleicht eine Anleitung, vielleicht nur verstehen, was das ist. Dein Text muss zu dieser Absicht passen. Schau dir dafür bei Google an, was zu deinem Begriff ganz oben steht: Anleitungen, Vergleiche, Shops? Das zeigt dir, was Suchende erwarten.

Kurze und lange Begriffe: was für kleine Blogs sinnvoll ist

Kurze Begriffe wie „SEO“ oder „Blog“ werden von sehr vielen Seiten bedient, darunter große Verlage und Firmen. Als neuer Blog hast du dort kaum eine Chance. Längere Begriffe sind konkreter: „Blog anonym starten“, „Keywords für Blog finden“, „Plugin für Kontaktformular“. Weniger Leute suchen danach, aber sie wissen meist genau, was sie wollen, und die Konkurrenz ist kleiner.

Meine Empfehlung für den Start: Nimm lieber eine Handvoll genaue Fragen deiner Leser als einen großen Begriff, den du nie erreichst. Aus vielen kleinen Artikeln, die zusammenpassen, wächst ein Blog.

Schritt 1: Sammle Ideen, ohne Werkzeug

Bevor du ein Tool öffnest, nimm Zettel oder Textdatei und schreib auf:

  • Welche Fragen stellen dir Leser, Kunden oder Freunde zu deinem Thema?
  • Was hättest du am Anfang gern gewusst?
  • Welche Probleme lösen deine Artikel?

Diese Liste ist wertvoller als jede Software, weil sie aus echten Fragen kommt. Fünfzehn bis zwanzig Stichpunkte reichen.

Schritt 2: Nutze die Vorschläge der Google-Suche

Tipp einen deiner Begriffe in das Google-Suchfeld und schau, was Google ergänzt. Laut Google spiegeln diese Vorschläge tatsächliche Suchanfragen wider. Berücksichtigt werden unter anderem Sprache, Standort und wie beliebt eine Anfrage ist. Kostenlos, sofort da und gut für lange, konkrete Begriffe.

Probier es mit Zusätzen: Setz hinter deinen Begriff ein Leerzeichen und ein „a“, dann „b“ und so weiter. Auch Wörter wie „für Anfänger“, „kostenlos“, „vs“ oder „Anleitung“ lohnen sich. Unten auf der Ergebnisseite findest du außerdem verwandte Suchanfragen. Notier alles, was zu deinem Blog passt.

Schritt 3: Prüfe Interesse mit Google Trends

Google Trends zeigt dir, wie sich das Interesse an einem Begriff über die Zeit und in einer Region entwickelt. Die Werte laufen von 0 bis 100 und sind relativ: Sie werden ins Verhältnis zu allen Suchanfragen im gewählten Zeitraum und Gebiet gesetzt. Das sind also keine absoluten Suchzahlen. Sehr selten gesuchte Begriffe erscheinen laut Google sogar als 0.

Nützlich ist das vor allem für zwei Dinge. Erstens kannst du zwei Schreibweisen vergleichen, etwa „Webseite“ und „Website“. Zweitens siehst du Saisonschwankungen: Ein Thema, das jedes Jahr im Herbst anzieht, planst du im Spätsommer.

Schritt 4: Der Google Keyword-Planer

Der Keyword-Planer ist eigentlich ein Werkzeug für Werbekampagnen, funktioniert aber auch für Blogger. Du gibst Wörter oder eine Website ein und bekommst Keyword-Ideen mit geschätzten monatlichen Suchanfragen sowie Angaben zu Kosten und Wettbewerb. Das sind Schätzungen, und der Wettbewerb bezieht sich auf Werbeanzeigen, nicht auf die normalen Suchergebnisse. Behandle die Zahlen als Größenordnung, nicht als Messwert.

Der Haken: Du brauchst dafür ein Google-Ads-Konto. Laut Google-Hilfe musst du die Kontoeinrichtung mit Zahlungsinformationen abschließen, damit die Grundfunktionen wie Keyword-Ideen nutzbar sind. Du musst dafür keine Werbung schalten, solltest aber wissen, worauf du dich einlässt. Wenn dir das zu viel Aufwand ist, kommst du mit Schritt 2, 3 und 5 schon sehr weit.

Schritt 5: Die Search Console zeigt, wofür du schon gefunden wirst

Sobald dein Blog online ist, richte die Google Search Console ein. Sie ist kostenlos und zeigt dir im Leistungsbericht, bei welchen Suchanfragen deine Seite in den Ergebnissen erscheint. Dazu gehören Klicks, Impressionen (wie oft du angezeigt wurdest), die Klickrate und die durchschnittliche Position. Standardmäßig zeigt Google die letzten drei Monate an, den Zeitraum kannst du ändern.

Das ist die wertvollste Keyword-Quelle überhaupt, weil es echte Daten zu deiner Seite sind. Besonders spannend sind Anfragen mit vielen Impressionen und wenigen Klicks. Dort rankst du schon irgendwo, aber noch nicht gut. Oft reicht es, den Artikel zu verbessern oder einen genaueren zweiten zu schreiben.

Wie du aus der Liste ein Keyword auswählst

Jetzt hast du viele Ideen. Pro Artikel brauchst du genau eine Hauptfrage. So gehst du vor:

  1. Passt es zu deinem Blog? Wenn du den Artikel nicht gut schreiben kannst, lass ihn weg.
  2. Siehst du dir die Ergebnisse an? Stehen dort nur große Konzerne, such einen spezielleren Begriff. Stehen dort kleine Blogs und Foren, ist die Chance besser.
  3. Kannst du etwas Eigenes liefern? Erfahrung, eine klarere Erklärung, eine bessere Struktur.
  4. Gibt es einen Zweck für dich? Ein Artikel kann Besucher bringen, ein Produkt vorstellen oder eine Anfrage auslösen. Wisse vorher, welcher es ist.

Keywords im Text unterbringen, ohne dass es nervt

Den Hauptbegriff nennst du im Titel, in der Einleitung und in ein, zwei Überschriften, so wie du ihn auch einem Freund gegenüber sagen würdest. Mehr nicht. Google schreibt in seinem SEO-Einsteigerleitfaden, dass die mehrfache Wiederholung derselben Wörter für Leser ermüdend ist und Keyword-Stuffing gegen die Spam-Richtlinien verstößt. Ein Keywords-Meta-Tag wird von der Google-Suche außerdem nicht genutzt. Dort musst du nichts eintragen.

Ebenfalls laut Google: Du musst nicht jede Formulierung vorhersehen, denn die Systeme erkennen auch Seiten, die thematisch passen, ohne dass der exakte Begriff vorkommt. Schreib also für Menschen, und beantworte die Frage vollständig. Die Länge allein hat keinen Einfluss auf das Ranking, entscheidend ist, ob du die Frage beantwortest.

In WordPress hilft dir ein SEO-Plugin beim Rest, also bei Titel, Beschreibung und Sitemap. Welche Plugins sich für den Start lohnen, steht in WordPress-Plugins für den Start.

Dein Plan für die nächste Stunde

  1. Schreib zehn Fragen deiner Leser auf.
  2. Gib jede bei Google ein und notier die Vorschläge.
  3. Vergleiche zwei oder drei Begriffe in Google Trends.
  4. Wähle pro Artikel eine Hauptfrage und schau dir die ersten Ergebnisse an.
  5. Richte die Search Console ein und sieh nach vier Wochen nach, wofür du schon gefunden wirst.

Welche Werkzeuge dir später die Arbeit abnehmen, vergleiche ich in SEO-Tools für WordPress-Blogs.

Häufige Fragen

Wie viele Keywords pro Artikel?

Ein Hauptthema pro Artikel. Dazu kommen von selbst verwandte Begriffe, wenn du die Frage gründlich beantwortest. Eine feste Zahl gibt es nicht.

Brauche ich ein bezahltes Tool?

Nicht am Anfang. Google-Suche, Google Trends und die Search Console kosten nichts und reichen für die ersten Dutzend Artikel.

Wie lange dauert es, bis ein Artikel gefunden wird?

Das lässt sich nicht seriös vorhersagen. Es hängt von Thema, Konkurrenz und Alter deiner Seite ab. Prüf in der Search Console nach ein paar Wochen, ob der Artikel überhaupt Impressionen bekommt.

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