GrooveFunnels wird zu Scale.gg: Was bedeutet das für dich?

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GrooveFunnels wird zu Scale.gg: Was bedeutet das für dich?

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GrooveFunnels war einmal der große Außenseiter unter den Funnel-Baukästen: Seiten, Verkaufstrichter, E-Mail, Kurse und Affiliate-Verwaltung aus einer Hand, und das mit einem kostenlosen Einstieg. Wer heute nach dem Namen sucht, landet allerdings nicht mehr auf einem normalen Verkaufsprospekt. Auf groove.cm steht ein Hinweis, der alles verändert.

Hier bekommst du den Stand, so wie er sich aus den offiziellen Seiten ergibt, und eine Einordnung, was das für dich bedeutet. Das ist für dich interessant, wenn du schon ein Konto hast, über ein altes Angebot gestolpert bist oder nach einem Werkzeug für Verkaufsseiten und Online-Kurse suchst.

Kurz zur Quelle: Alles hier stammt von den Seiten groove.cm und scale.gg, abgerufen im Oktober 2026. Ausprobiert habe ich nichts davon. Wo die Hersteller keine Details nennen, steht das auch so da.

Was heute auf groove.cm steht

Auf der Startseite von Groove steht: „Groove.cm is becoming Scale.gg“. Der Wechsel soll in Phasen erfolgen, Termine nennt die Seite nicht. Wichtig sind zwei Aussagen: Groove nimmt keine neuen Kunden mehr auf („Groove is no longer accepting new customer registrations“), und bestehende Mitglieder behalten während des Übergangs den Zugang zu ihrem Konto.

Das heißt ganz praktisch: Wenn du dich neu anmelden willst, geht das bei Groove nicht mehr. Der Name GrooveFunnels ist als Produktbezeichnung für den Seitenbauer weiterhin im Menü aufgeführt, zusammen mit GroovePages, GrooveSell, GrooveKart, GrooveMail und GrooveMember für Kurse und Mitgliederbereiche. Als Neukunde kommst du aber an diese Werkzeuge nur noch über den Nachfolger heran.

Was ist Scale.gg?

Scale.gg beschreibt sich selbst als „agent-native all-in-one marketing platform“ mit 29 KI-gestützten Marketing-Apps unter einer Mitgliedschaft. Genannt werden zum Beispiel ClickCampaigns als Hauptprodukt, PageBuilder, MailBaser, Courses.gg und ScalePay. Ob und wie das alles mit dem alten GrooveFunnels zusammenhängt, steht auf der Scale-Seite nicht. Groove selbst schreibt auf seiner Seite nur, Scale.gg sei die nächste Plattform. Für Details verweist Groove auf eine eigene Ankündigung.

Die Preise laut Scale.gg-Startseite (Stand: Oktober 2026, in „$“, die Währung ist nicht ausdrücklich genannt):

Tarif Preis Was drinsteckt
Free 0 $ digitale Produkte verkaufen, Affiliates verwalten, Shop, Kurse ausliefern, Rechnungen versenden
Solo 395 $ pro Jahr eine App deiner Wahl, etwa ClickCampaigns, PageBuilder.gg, MyStore.gg Pro oder Courses.gg Pro
Pro 95 $ pro Monat oder 795 $ pro Jahr der gesamte Werkzeugkasten mit KI, Verkauf, Webinaren, Tests und Kundenbereich

Außerdem nennt die Seite einen Tarif „Pro Max“ ohne Preis und Agentur-Unterkonten für 30 bis 50 $ pro Kunde und Monat. Die Plugin-Börse „Scale Plugin Store“ ist laut Seite noch in der Vorschau.

Was das für dich bedeutet

Du hast schon ein Groove-Konto

Nutz es weiter, so empfiehlt es Groove selbst. Aber verlass dich nicht blind darauf. Wenn ein Anbieter einen Namenswechsel in Phasen ankündigt und keine Termine nennt, ist ein Sicherheitsnetz Pflicht:

  • Exportiere regelmäßig, was sich exportieren lässt: Kontaktlisten, Kundendaten, Rechnungen, Kursinhalte (Videos und Texte, die du ohnehin als Dateien hast).
  • Lass deine Domain bei dir. Verknüpfe sie mit der Plattform, statt sie dort zu registrieren. Dann bleibt deine Adresse bestehen, wenn du umziehst.
  • Schau in die Lizenzbedingungen, falls du früher einen Einmalkauf-Zugang („Lifetime“) hattest. Was daraus beim Wechsel wird, steht nicht auf den Seiten, die ich gefunden habe. Frag beim Support nach und lass dir die Antwort schriftlich geben.

Du suchst ein neues Werkzeug

Dann ist Scale.gg ein Kandidat unter mehreren, aber kein naheliegender für Anbieter aus Deutschland. Ich habe in den öffentlichen Unterlagen nichts dazu gefunden, ob die Plattform deutsche Umsatzsteuer-Rechnungen ausstellt, ob die Oberfläche auf Deutsch läuft oder ob es einen Weg gibt, den Auftragsverarbeitungsvertrag nach DSGVO abzuschließen. Das sind die Fragen, die du vor dem Kauf geklärt haben solltest, egal bei welchem Anbieter.

Worauf es für Verkäufer aus Deutschland ankommt

Bei digitalen Produkten an Privatkunden in der EU gilt das Bestimmungsland-Prinzip bei der Umsatzsteuer. Wer unter bestimmten Voraussetzungen alle EU-Verkäufe über eine Anlaufstelle meldet, nutzt dafür den One-Stop-Shop (OSS), den das Bundeszentralamt für Steuern erklärt. Deshalb ist die Steuerfrage keine Nebensache. Ob dir die Plattform die richtigen Steuersätze berechnet und passende Rechnungen erzeugt, entscheidet, wie viel Handarbeit du später hast. Die Einzelheiten dazu findest du in der Erklärung des BZSt zum OSS.

Dazu kommt das Widerrufsrecht: Bei digitalen Inhalten, die nicht auf einem Datenträger geliefert werden, erlischt es nur unter den Bedingungen in § 356 Absatz 6 BGB, unter anderem mit ausdrücklicher Zustimmung des Kunden. Dein Checkout muss das sauber abbilden. Das gilt ebenso für Kurse wie für Downloads. Lass dir das im Zweifel von jemandem prüfen, der das beruflich macht. Das hier ist keine Rechtsberatung.

Alternativen, die es sicher gibt

Wenn du einen Anbieter mit klarer Zukunft suchst, schau dir diese Wege an:

  • Komplettplattformen für Kurse und Verkauf: Kajabi und Teachable. Wie sie sich unterscheiden, steht in Kajabi oder Teachable. Einen größeren Überblick gibt der Vergleich der Kursplattformen.
  • Auf deiner eigenen WordPress-Seite: Ein Plugin wie LearnDash gehört dir komplett, kostet aber Pflege. Die Abwägung zeigt Kajabi oder LearnDash.
  • Verkaufsplattform aus Deutschland: CopeCart nimmt laut eigener Hilfeseite keine monatliche oder jährliche Grundgebühr und berechnet für Verkäufer ab 4,9 % plus 1 € pro Verkauf (CopeCart-Hilfe, Stand: Oktober 2026). Das Modell ist ein anderes: Du bekommst Bezahlung und Affiliate-Abwicklung, aber keinen kompletten Seitenbauer.

Meine Empfehlung

Bestandskunden bleiben vorerst, exportieren aber regelmäßig und schauen sich parallel um. Neueinsteiger sollten nicht wegen eines alten Namens bei Groove oder Scale.gg landen, sondern wegen der Antworten auf die drei Fragen: Läuft die Steuer für Deutschland sauber? Gibt es Deutsch und einen Datenschutzvertrag? Kann ich meine Daten mitnehmen? Wenn du darauf bei einem Anbieter keine klare Antwort bekommst, such weiter.

Häufige Fragen

Gibt es GrooveFunnels noch?

Der Name steht auf groove.cm weiterhin als Produkt im Menü, aber neue Anmeldungen nimmt Groove laut eigener Seite nicht mehr an. Bestehende Konten laufen während des Übergangs zu Scale.gg weiter.

Ist Scale.gg einfach GrooveFunnels mit neuem Namen?

Groove nennt Scale.gg die nächste Plattform. Ein Eins-zu-eins-Umzug ist daraus nicht abzulesen, denn die Scale-Seite selbst erwähnt Groove nicht. Frag vor dem Umstieg nach, welche Inhalte und Einstellungen mitkommen.

Gibt es einen kostenlosen Einstieg?

Scale.gg nennt einen Tarif „Free“ für 0 $. Er deckt laut Seite den Verkauf digitaler Produkte, Affiliate-Verwaltung, einen Shop, Kurse und Rechnungen ab. Wie weit das für deutsche Steuer- und Datenschutzpflichten reicht, ist offen.

Was ist die sicherste Wahl für deutsche Kursanbieter?

Eine Plattform, bei der du Steuer, Sprache und Datenschutz vorab geklärt hast und deine Daten jederzeit mitnehmen kannst. Ein Überblick steht im Plattformvergleich.

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