Viele deiner Besucher schauen sich deine Seite auf dem Handy an. Ein Baukasten, der auf dem Desktop schick aussieht und mobil alles zusammenschiebt, nützt dir deshalb wenig. Zum Glück ist „mobilfreundlich“ bei den bekannten Anbietern längst Standard. Die Unterschiede liegen woanders: im Preis nach dem Aktionszeitraum, in den Grenzen der günstigen Tarife und darin, wo deine Daten liegen.
Dieser Vergleich richtet sich an dich, wenn du eine Seite für dich, einen Verein oder ein kleines Geschäft ohne Programmierkenntnisse bauen willst. Ich schaue auf fünf Baukästen, die in Deutschland üblich sind, und sage dir, für wen welcher passt. Dazu kommt die Frage, wann du besser gleich WordPress nimmst.
Kurz zur Quelle: Alle Preise und Funktionen stammen von den Herstellerseiten, abgerufen am 29. Oktober 2026. Aktionspreise ändern sich ständig. Prüf deshalb vor dem Kauf, was nach dem Aktionszeitraum fällig wird. Stand: Oktober 2026.
Was „mobilfreundlich“ wirklich bedeutet
Ein responsives Design passt Layout, Schriftgrößen und Bilder automatisch an die Bildschirmbreite an. Das nehmen dir heute alle Baukästen ab, du musst dafür nichts einstellen. Trotzdem lohnt sich ein eigener Blick, denn Fehler passieren meist durch den Inhalt, nicht durch das System:
- Zu lange Überschriften brechen auf dem Handy in vier Zeilen um.
- Große Bilder mit viel Text darauf werden klein und unlesbar. Schreib wichtige Texte als echten Text, nicht ins Bild.
- Zu kleine Schaltflächen trifft man mit dem Daumen schlecht.
- Zu viel auf einmal. Was auf dem Desktop drei Spalten sind, wird mobil ein langer Streifen. Weniger Blöcke helfen.
Öffne deine Seite vor dem Start auf einem echten Handy und nicht nur in der Vorschau des Editors. Fast alle Baukästen zeigen eine Handy-Ansicht an, aber nur das echte Gerät zeigt dir, wie es sich anfühlt.
Die fünf Baukästen im Überblick
| Anbieter | Kostenloser Tarif | Eigene Domain | Preis laut Anbieter |
|---|---|---|---|
| IONOS Homepage-Baukasten | 7 Tage Test | im ersten Jahr inklusive | ab 1 € im Monat im ersten Jahr (Plus), regulär 18 € |
| STRATO Homepage-Baukasten | 1 Monat zum Aktionspreis 0 € | dauerhaft inklusive | ab 7 € im Monat nach dem Gratis-Monat, regulär 9 € |
| Jimdo | ja, mit Einschränkungen | erst in den Bezahltarifen | auf der Herstellerseite, je nach Land und Laufzeit |
| Wix | ja, mit Einschränkungen | in Bezahltarifen | auf der Herstellerseite, ändert sich nach Region |
| Squarespace | auf der Preisseite nicht genannt | im Jahresabo erstes Jahr gratis | Basic 19 US-Dollar im Monat bei Jahreszahlung, 25 US-Dollar monatlich |
Alle Preise sind Angaben der Anbieter. Bei IONOS und STRATO verstehen sie sich inklusive Mehrwertsteuer, bei Squarespace in US-Dollar.
IONOS Homepage-Baukasten: viel fürs erste Jahr
IONOS wirbt mit einem KI-Generator: Du gibst Branche und ein paar Stichworte ein, und der Baukasten schlägt dir eine Seite mit fünf Unterseiten samt Texten und Bildern vor. Die Vorlagen sind laut IONOS für Mobilgeräte optimiert und lassen sich frei ändern.
Die Tarife heißen Starter, Plus und Pro. Der Plus-Tarif kostet im ersten Jahr 1 Euro im Monat, danach regulär 18 Euro. Der Starter liegt bei 6 Euro für sechs Monate und dann bei 12 Euro, der Pro bei 18 Euro für sechs Monate und danach 33 Euro. In jedem Tarif sind für das erste Jahr eine Domain, E-Mail-Adressen und eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie enthalten.
Mein Eindruck: Gut für den schnellen Start, vor allem mit wenig Zeit. Rechne aber von Anfang an mit dem regulären Preis, nicht mit dem Lockangebot.
STRATO Homepage-Baukasten: Domain bleibt dabei
STRATO gibt an, zwei Rechenzentren in Deutschland zu betreiben. Das ist für alle interessant, die ihre Besucherdaten ungern ins Ausland schicken. Auch hier sind mobile Optimierung, SSL-Zertifikat und ein KI-Website-Generator in allen Tarifen enthalten, dazu eine Domain, die dauerhaft zum Paket gehört.
Es gibt drei Tarife. Der erste kostet regulär 9 Euro im Monat und im Aktionsangebot einen Monat lang nichts, danach 7 Euro bei 12 Monaten Mindestlaufzeit. Er erlaubt fünf Unterseiten und 10 GB Speicher. Tarif 2 (regulär 15 Euro, in der Aktion 12 Euro nach einem ersten Jahr zu 1 Euro) bringt 100 Unterseiten, Mehrsprachigkeit, KI-Textgenerator und Terminbuchung. Tarif 3 liegt bei 20 Euro. Die Einrichtung kostet regulär 15 Euro, in der Aktion entfällt sie. Auf der Seite stehen zwei verschiedene Angaben zur Mindestlaufzeit (1 Monat regulär, 12 Monate in der Aktion). Lies das im Bestellvorgang genau nach.
Mein Eindruck: Fünf Unterseiten im ersten Tarif sind schnell voll. Für eine Visitenkarten-Seite reicht es, für mehr brauchst du Tarif 2.
Jimdo: der klassische Einsteiger
Jimdo wirbt mit „Made in Hamburg“. Wo die Server stehen, verrät die Preisseite nicht, das musst du beim Anbieter erfragen. Es gibt die Tarife Free, Start, Grow und Unlimited. Im kostenlosen Tarif bekommst du fünf Seiten und 5 GB Speicher, aber nur eine Adresse mit „jimdosite.com“. Laut Anbieter fehlen dort außerdem Werbefreiheit, Besucherstatistik und erweiterte SEO-Einstellungen. Eine eigene Domain gibt es erst mit Start. Bezahlen kannst du monatlich oder im Voraus für 12 oder 24 Monate, was günstiger sein soll.
Weil die Preisseite je nach Land andere Beträge und Währungen zeigt, nenne ich hier keine Zahl. Schau auf der deutschen Seite nach und achte auf die Laufzeit.
Wix: viel Freiheit, viel Auswahl
Wix wirbt mit über 900 Vorlagen und einem sehr freien Editor, in dem du Elemente fast überall platzieren kannst. Das ist schön, hat aber einen Haken. Wer jedes Element frei platziert, muss die Handy-Ansicht oft nachbearbeiten. Ich würde die mobile Fassung bei Wix immer selbst durchgehen.
Die Tarife von Wix konnte ich nicht belegt abrufen, deshalb steht hier keine Zahl. Schau direkt bei Wix nach und achte darauf, ob ein Monatspreis bei Jahreszahlung oder bei monatlicher Zahlung angezeigt wird.
Squarespace: schöne Vorlagen, Preise in Dollar
Squarespace setzt auf gestaltete Vorlagen. Laut Anbieter sind alle Websites für Mobilgeräte optimiert. Die Tarife heißen Basic, Core, Plus und Advanced. Basic kostet 19 US-Dollar im Monat bei jährlicher Zahlung und 25 US-Dollar bei monatlicher Zahlung. Im Jahresabo ist die Registrierung einer Domain für das erste Jahr kostenlos, danach gilt der normale Preis.
Die Preise stehen in Dollar. Für dich als Kunde in Deutschland kommen unter Umständen Umrechnung und Steuern dazu. Kümmere dich außerdem um den Datenschutz: Du brauchst einen Auftragsverarbeitungsvertrag und solltest wissen, wohin Daten übertragen werden. Das gilt bei jedem Anbieter, dessen Datenverarbeitung du nicht kennst.
Und was ist mit WordPress?
WordPress ist kein Baukasten im engeren Sinn, aber eine Alternative. Auf wordpress.com gibt es einen kostenlosen Tarif mit unbegrenzten Seiten, Beiträgen und Besuchern, dafür sehen deine Besucher laut Anbieter Werbung von WordPress.com. Die Werbung verschwindet mit dem Tarif „Persönlich“.
Wer mehr Kontrolle will, installiert WordPress bei einem Hoster selbst. Das kostet etwas mehr Einarbeitung, dafür gehören dir Seite und Daten, und du kannst jederzeit den Anbieter wechseln. Ein Baukasten zieht dagegen nur schwer mit.
Datenschutz in Kürze
Sobald du Besucherdaten verarbeitest (und das tust du schon mit einem Kontaktformular oder einer Statistik), brauchst du einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Baukasten-Anbieter. Frag nach, wo die Daten liegen. Ob ein Anbieter aus Deutschland oder der EU kommt, macht die Sache einfacher, ist aber keine Garantie für eine rechtssichere Seite. Impressum und Datenschutzerklärung musst du in jedem Fall selbst einrichten. Das ist keine Rechtsberatung.
Meine Empfehlung
- Du willst schnell und günstig starten, mit Hosting aus Deutschland: STRATO, wenn dir die Rechenzentren in Deutschland wichtig sind, oder IONOS, wenn du den KI-Start magst.
- Du willst volle Gestaltungsfreiheit: Wix, mit gründlichem Handy-Check.
- Du legst Wert auf Optik und Ruhe im Editor: Squarespace, mit Blick auf Dollar-Preise und Datenschutz.
- Du willst erst mal ausprobieren: Jimdo Free oder der Testmonat bei STRATO. Plane aber direkt eine eigene Domain ein.
- Du willst dir nichts verbauen: WordPress bei einem Hoster deiner Wahl.
Leg die Laufzeit nicht zu lang fest. Nach dem ersten Jahr weißt du, ob dir der Baukasten gefällt und ob der reguläre Preis passt.
Häufige Fragen
Sind alle Baukästen für Handys optimiert?
Die hier verglichenen werben alle mit responsiven Seiten. Ob dein konkretes Layout mobil gut aussieht, entscheidest aber du mit deinen Inhalten. Teste auf einem echten Handy.
Kann ich später den Baukasten wechseln?
Nur mit Aufwand. Texte und Bilder nimmst du mit, das Design baust du neu. Wenn dir der Wechsel wichtig ist, ist WordPress die flexiblere Wahl.
Brauche ich eine eigene Domain?
Für einen seriösen Auftritt ja. Eine Subdomain wie „name.jimdosite.com“ wirkt privat und ist schwerer zu merken.